Im Jahr
1980 brachte der Verlag "Das Neue Berlin" die Romanreihe
SF Utopia heraus. Da bis auf einige Geschichten nationaler Autoren
sämtliche Ausgaben dieser Serie schon anderwärtig veröffentlicht
wurden, sollte SF Utopia offensichtlich ein Aushängeschild für
in der DDR als hochwertig angesehene Science Fiction darstellen. Der
Erfolg dieser Serie war ein durchschlagender, denn nach Veröffentlichung
einer Ausgabe war diese oftmals schon kurz darauf vergriffen. Was auch
kein Wunder war: namhafte internationale Schriftsteller wie Stanislaw
Lem, Alexej Tolstoi und die
Strugazki Brüder gaben sich hier
ein Stelldichein. SF Utopia war jedoch auch eine Plattform für
viel versprechende oder bereits etablierte nationale Talente wie Rainer
Fuhrmann, Rolf Krohn oder Michael
Szameit.
Unbedingt hervorzuheben ist das signifikante Coverdesign. Angenehm hoben
sich die surrealistisch anmutenden Grafiken von Schulz/Labowski von
den expliziten oder nicht existenten Darstellungen anderer Büchern ab,
wie beispielsweise denen der Kompaß, Reclam oder Basar - Reihe.
Leider fanden SF Meilensteine von Autoren der anderen Seite des "antifaschistischen
Schutzwalls" keinerlei Beachtung. So kam der interessierte Leser nicht
in den Genuss der Werke von beispielsweise George Orwell, Ray Bradbury
oder Arthur C. Clarke. Glücklicherweise rief der Heyne Verlag Anfang
2000 die Reihe Meisterwerke
der Science Fiction ins Leben. Diese in ähnlicher Art und Weise
wie die SF Utopia Serie aufgemachte Romansammlung (Klassiker
der Science Fiction Literatur werden in einem ansprechenden und einheitlichen
Design zusammengefasst) präsentiert wichtige Höhepunkte der phantastischen
Literatur, welche zu DDR-Zeiten größtenteils nicht zur Verfügung stand.
Unter Bibliographie befinden sich umfassend
und bebildert alle SF Utopia Ausgaben.
Auf der Autoren-Seite werden sämtliche
in SF Utopia involvierte Schriftsteller mit all ihren Beiträgen
aufgelistet.